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Im Herzen vom Natur- und Geopark Vulkaneifel

Orts-Infos
 

Ortsgeschichte

Mehren / Vulkaneifel - LuftaufnahmeObwohl die bekannten ältesten Urkunden des Dorfes Mehren erst im 13. und 14. Jahrhundert datieren, sind die ersten Zeugnisse der Mehrener Siedlungsgeschichte circa 2.000 Jahre vorher nachgewiesen.
Diese nennenswerten ersten Siedlungsfunde aus der späten Hallstattzeit um 700 v. Chr. werden von der Archäologie wegen ihrer Einheitlichkeit nach dem größten Ort der Fundregion als "Mehrener Kultur" bezeichnet.
Wenn auch für die dann folgende circa 2.000 Jahre lange Zeitspanne bis in das späte Mittelalter datierbare Funde und Zeugnisse der Ortsgeschichte fehlen, darf davon ausgegangen werden, dass das Mehrener Land seit der Keltenzeit kontinuierlich besiedelt ist.
Römische Siedlungsreste werden am Mürmes vermutet und sind in der Nähe des Schalkenmehrener Bahnhofs und in Weinfeld nachgewiesen. Die anschließende fränkische Besiedlung lässt sich über Grabfunde bis hin zu überkommenen Strukturen im heutigen Grundriss der alten Mehrener Dorflage nachvollziehen.

1282 und 1284 wird das Dorf Mehren erstmals urkundlich im Zusammenhang mit Schenkungen an das Kloster Prüm genannt.

Einer Sage nach soll das Dorf Mehren aus mehreren Höfen entstanden sein und der Ort so den Namen Mehren erhalten haben.

Während die Existenz dieser herrschaftlichen Höfe nachgewiesen ist, hat die Namensbildung jedoch einen anderen Ursprung. Naheliegend ist, dass sich der Name aus dem prähistorischen Begriff mer für sumpfiges Wasser über die althochdeutsche Ableitung meri, gefolgt von Meren (14. Jahrhundert), Muren (1654) und Mem (1683) zum heutigen Mehren entwickelt hat.
Die wichtigsten herrschaftlichen Höfe waren der nahe dem Mürmes vermutete Zolverhof und der vormals auf dem Hostert gelegene, bis 1482 dem Grafen von Manderscheid gehörende Demeklische Hof.

In einem Kirchenregister des Erzbischofs Heinrich von Virneburg aus dem Jahr 1316 wird bereits die Pfarrei Meren geführt, die sich dann bis zum Jahre 1803 zu einer der größten und weitläufigsten Pfarrbezirke im sogenannten Eifeldekanat ausdehnen sollte. Zur Pfarrei gehörten damals neben dem Pfarrort Mehren die Dörfer Trittscheid, Tettscheid, Ellscheid, Steineberg, Steiningen, Allscheid, Darscheid und Teile von Schönbach.

Mehren Ortsmitte | Klick = VergrößernDie ältesten Gebäudeteile (Chor) der Pfarrkirche St. Matthias wurden 1534 unter dem Trierer Erzbischof Josef von Metzhausen errichtet. Der Kirchturm mit seinem geschwungenen Helm stammt aus dem Jahr 1825 und erhielt erst zu Beginn der 20. Jahrhunderts das Portal der ehemaligen Himmeroder Klosterkirche. Gemeinsam mit dem 1730 errichteten Pfarrhaus und der in den Jahren 1838 und 1875 erbauten Volksschule, dem heutigen Bürgerhaus, bildet die Pfarrkirche bis heute das dominierende Ensemble im Mehrener Dorfbild.

Auch das Dorf Mehren, über die Jahrhunderte nie kleiner, ja bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts meist an Einwohnerzahl und Haushalten (Feuerstellen) größer als der benachbarte Amtssitz Daun, entwickelte sich im Vergleich zu den umliegenden Nachbarorten zu beträchtlicher Größe.
Während in den Jahrhunderten der kurfürstlichen Herrschaft für den überwiegenden Teil der Bevölkerung die kärgliche Landwirtschaft meist die einzige Existenzgrundlage darstellte, erweckt Mehren ab der Mitte des 19. Jahrhundert den Eindruck eines prosperierenden Marktortes mit Brauerei, Großgerberei, zahlreichen Gasthäusern, Handwerksbetrieben und Krämerläden. Doch der offensichtliche wirtschaftliche Aufschwung konnte die extremen Existenznöte weiter Schichten der Dorfbevölkerung nicht lindern, und so wanderten 364 Mehrener Bürger in den Jahren 1842 - 1890 nach Amerika aus.
Roland Thelen

Lage im Raum

Im Nordwesten von Rheinland-Pfalz liegt der Ort Mehren im zentralen Teil der Vulkaneifel in einem weiten Seitental der zur Mosel hin fließenden Alf.
Umgeben wird Mehren von bis auf 500 m ü. NN reichenden Höhenzügen.
Ein markanter Punkt ist der Hausberg von Mehren, die "Hardt" – ein erloschener Vulkan, der über dem Ort thront und Mehren im Nordwesten von der benachbarten Kreisstadt Daun räumlich trennt. In Sichtweite liegen nach Südosten hin die Talkessel der bekanntesten drei Eifelmaare Schalkenmehrener, Gemündener und Weinfelder Maar.

Mehren ist mit der Bundesstraße B 421 und mit der Autobahn A 48 / A 1 (Autobahnanschlussstelle „Mehren“ in direkter Nachbarschaft des Vulkaneifeldreiecks), direkt an das überregionale Straßensystem angebunden.

Wanderwege durch die Vulkaneifel rund um Mehren:

Es stehen Ihnen eine ganze Reihe von Wanderwegen verschiedener Längen zur Auswahl.
Näheres hierzu erfahren Sie im Bereich Tourismus - Wanderwege: | hier klicken |

Archäologische Funde

Von der Steinzeit bis zur Fränkischen Besiedlung

Keltische Münze vom Keltenstamm
der Leuker, 50 - 30 v.Chr.
Fundort: Gemarkung Mehren
Keltische Münze - Vorderseite 
Vorderseite Keltische Münze - Rückseite
Rückseite
Römische Funde aus einer
Siedlungsstelle in der Gemarkung
Mehren - 2. bis 3. Jahrhd. n. Chr.
Römische Funde
1 - Ziegelreste
2 - Röm. Mühlsteinbruchstück Basalt
3 - Auswahl an Gefäßscherben
Mittelalterliche Münze von 1722
Fundort: Gemarkung Mehren
Mittelalterliche Münze - Vorderseite
Vorderseite
Mittelalterliche Münze - Rückseite
Rückseite

Die ersten Besiedlungsfunde in der Gemarkung Mehren stammen aus der Steinzeit. Innerhalb der Gemarkung sind an zwei Stellen steinzeitliche Funde gemacht worden. Darunter ein gepicktes und überschliffenes Trapezbeil aus Quarzit.

Die Eisenzeit (Kelten) in der Region um Mehren ist durch zahlreiche Grabhügelfunde im Bereich Steineberg, Demerath und Ellscheid belegt. Die Funde werden auf Grund ihrer Einheitlichkeit nach dem größten Ort in der Fundregion als „Mehrener Kultur“ bezeichnet.

Heute bezeichnen die Archäologen diese Kulturphase als „Hunsrück-Eifel-Kultur“, da im Bereich des Hunsrücks Grabhügelfunde die gleichen Charaktere besitzen wie die der Mehrener Kultur. Aber auch innerhalb der Gemarkung gibt es Grabhügel, und zwar im Lehwald und an der Straße nach Strotzbüsch, die alle in die Hunsrück-Eifel-Kultur datiert sind.
Weitere keltische Besiedlungsfunde bestehen aus Gefäßscherben, die an mehreren Stellen innerhalb der Gemarkung aufgelesen wurden. Als besonderer Fund gilt eine Potinmünze (geprägt 50 vor Chr.) vom Keltenstamm der Leuker, die die Handelsbeziehungen mit den hier ansässigen Keltenstamm der Treverer widerspiegelt.

Aus der römischen Zeit sind innerhalb der Gemarkung Mehren an drei Stellen Gebäudereste gefunden worden.
An zwei der Fundstellen wurden zahlreiche Ziegelreste und Gefäßscherben gefunden, die in das 2. bis 4. Jahrhundert nach Chr. datiert sind. Nördlich von Mehren im Distrikt „Nast“ befinden sich fünf römische Grabhügel aus dem 2. Jahrhundert nach Chr.

Aus der folgenden Epoche der fränkischen Besiedlung gibt es in der Region um Mehren keine Grabfunde oder Besiedlungsspuren. Dass aber Franken in unserer Gegend siedelten, lässt sich von den Endungen der Orts- und Flurnamen her ableiten., z.B.: Steiningen (fränkische Besiedlung ab dem 6. Jahrhundert n. Chr.) und Allscheid, Eischeid (Besiedlung ab dem 8. Jahrhundert n. Chr.).

Zusammengestellt im Mai 2004 von Hermann-Josef Stolz aufgrund eigener archäologischer Nachforschungen vor Ort und in Akten des Landesmuseums in Trier.

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